
Unsere Geschichte
Im Jahr 1960 besuchte eine amerikanische Gruppe ein Pastoren-Treffen in Sarajevo, damals ein wichtiges Industriezentrum in Jugoslawien.1960
Im Jahr 1960 besuchte eine amerikanische Gruppe ein Pastoren-Treffen in Sarajevo, damals ein wichtiges Industriezentrum in Jugoslawien. Es nahmen Pastoren aus vielen Ländern hinter dem damaligen Eisernen Vorhang teil. Während eines Gesprächs sagte ein Pastor: „Ich bin seit 20 Jahren Pastor. All diese Jahre war dies meine Bibel!“ Er hielt ein einzelnes Blatt aus einer Bibel hoch. Dann fügte er hinzu: „Ich möchte wissen, was auf der nächsten Seite steht!“
Diese Erfahrung führte dazu, dass die Gruppe von Amerikanern zurück nach Hause ging und eine Organisation mit dem Namen Underground Evangelism (Untergrund-Evangelisation) gründete. Die Hauptaktivität dieser Organisation bestand darin, Bibeln und christliche Literatur in kommunistische Länder zu schmuggeln. Auf diese Weise erhielten Untergrundkirchen die Möglichkeit, mehr Menschen mit dem Evangelium zu erreichen.
1989
Nach dem Fall der Berliner Mauer 1989 öffnete sich die Grenze zu Osteuropa, und die extreme Armut wurde sichtbar. Kinder in Waisenhäusern lebten unter verheerenden Bedingungen. Wir starteten unsere Initiative Child Rescue International (Internationale Kinderrettung), luden Paten aus der ganzen Welt ein, diese Kinder zu unterstützen, und begannen, ihre dringenden emotionalen und materiellen Bedürfnisse zu decken.
Die Schliessung von Fabriken und grossen landwirtschaftlichen Genossenschaften führte weiter zu weitverbreiteter Arbeitslosigkeit und Verelendung. Underground Evangelism entschloss sich, in Osteuropa zu bleiben und weiterhin Kinder, arme Familien und ältere Menschen zu unterstützen. Der Name wurde in Mission Without Borders geändert, deren Schweizer Zweig als Pro Adelphos arbeitet.
Heute
Mehr als 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer ist Armut in Osteuropa nach wie vor ein grosses Problem. Viele Länder leiden unter Korruption, schlechter Regierungsführung, Unterentwicklung, hoher Arbeitslosigkeit und "Brain Drain" aufgrund der hohen Auswanderungszahlen. Die Auswirkungen von Traumata – sei es durch den Krieg in Bosnien und Herzegowina oder durch brutale kommunistische Regimes – wirken immer noch nach, während Roma-Gemeinschaften in tiefster Armut verhaftet bleiben, oft abgeschnitten von grundlegenden Annehmlichkeiten und positiven Möglichkeiten. Die eskalierende Krise der Lebenshaltungskosten stellt viele Familien vor unlösbare Probleme und trifft besonders jene, die ohnehin schon sehr wenig haben. Auch der Krieg in der Ukraine verursacht weiterhin immenses Leid und Zerstörung.
Dank über 79'000 Spendern aus der ganzen Welt setzen wir unsere Arbeit fort, um positiven Wandel zu bewirken und den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen. Das Ziel bleibt immer, so vielen Menschen wie möglich zu helfen, ihr Potenzial zu entwickeln und Wege zu finden, für sich selbst und ihre Familien zu sorgen.
Die treibende Kraft in unserer Arbeit ist die gleiche wie 1960: den Menschen die Liebe von Christus zu bringen.
Entdecken Sie mehr über die verschiedenen Länder, in denen wir tätig sind:
Pro Adelphos nahm die Arbeit in Albanien 1992 auf - nicht lange nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes im Jahr 1991.
Pro Adelphos begann ihre Arbeit in Bosnien und Herzegowina 1995 nach dem Ende des brutalen Krieges.
Bulgarien, ein überwiegend orthodox-christliches Land auf dem westlichen Balkan, war von 1944 bis 1989 ein kommunistischer Staat.
Dank der grosszügigen Unterstützung unserer Paten sind wir seit 1980 in Rumänien tätig.
Dank unserer grosszügigen Paten sind wir seit 1998 in Moldawien tätig.
Als die Ukraine 1991 unabhängig wurde, war sie eine der ärmsten Sowjetrepubliken.